Kohlenschlagen - OT Wernrode!
Ein lustiger Brauch zu Ostern ist erhalten geblieben.
Es ist das “ Kohlenschlohn “ ( Kugeln schlagen ), welches Karfreitag durchgeführt wird.
Nach Informationen bei älteren Einwohnern stammt es aus dem 19. Jahrhundert und entspricht den Möglichkeiten eines sportlichen Wettbewerbes der männlichen Jugend in diesen Zeitalter.
Für das leibliche Wohl ist mit Speisen und ( harten ) Getränken gesorgt, so das auch eine richtige
Stimmung auf kommt.

1. Vor Beginn des Spiels werden 2 Parteien gebildet. Zum Spiel sind zwei gedrechselte Holzkugeln, ein Pfahl und ein Holzhammer nötig. ( Für die Kugeln wird das Holz von Hartriegel oder vom Strauch der Kornelkirsche gebraucht.)

2. Das Ziel wird festgesetzt, meist war es Hopperode, es kann aber auch ein anderer markanter Punkt der Dorfumgebung sein.

3. Das Los entscheidet, welche Partei rot oder blau, den 1. Schlag hat.
Auf einem meterhohen Pfahl, (( der nach jedem Schlag an die Stelle wo die Kugel liegen bleibt versetzt wird)), liegt eine Kugel, die man mit Hilfe des Hammers so weit wie möglich zu schlagen versucht. Dann kommt die 2. Partei zum Schlag.

4. Wo die Kugeln aufschlagen b. z. w . liegen bleiben wird der Pfahl erneut in die Erde geschlagen.

5. Der Vorgang wird solange wiederholt, bis das Ziel erreicht ist.

6. Die Kugel muss nun wieder zum Dorf zurück geschlagen werden.,
Danach wird die Siegerpartei ermittelt.

7. Zum Schluss gibt es noch einen Wettbewerb, wo der Kohlenmeister ausgeschlagen wird.
Wer auf einen abgestecktem Feld am weitesten schlägt ist für das Jahr der
Kohlenmeister.

8. Nun endlich können die erhitzten Gemüter mit Gesang in die Dorfschänke
( Dorfgemeinschaftshaus ) bei fröhlicher Runde ihren Durst löschen.

GUT HOLZ - GUT HOLZ - GUT HOLZ

GUT SCHLAG - GUT SCHLAG - GUT SCHLAG